Trauma

Ich beobachte so viele Menschen,
verfolgt von einem Geschehen aus der Vergangenheit
eingeeist in Schmerz, in tiefem Entsetzen
taub geworden an dieser Stelle
wiederholen sie wieder und wieder
ein und die selbe Erfahrung
schmerzhaft
scheinbar unausweichlich.
Sie beginnen erneut
finden ein Setting
füllen das Settig mit dieser einen Atmosphäre,
wie auf Schienen fahren sie auf das Geschehen zu
das Geschehen der Vergeblichkeit, der Ohnmacht und des Schmerzes.
Irgendwann brechen sie zusammen
wieder
refklektieren
sehen die Zusammenhänge
kommen zu Kräften
richten sich – vorsichtig – erneut auf
taub geworden an dieser Stelle
ganz im Fokus.
Und sie beginnen erneut ..
So absurd, beschämend, ironisch, dramatisch
diese Endlosschleife des Traumas sein mag:
Eines hat es für sich.
Denn hier erst zeigt sich
das Gegenteil des Traumas
das Ideal
in ganzer Größe
in ganzer Geworfenheit.
Kein Schmerz ist zu viel
dieses Ideal,
diesen Glauben fallen zu lassen.
Das…
… ist das EINE.

Erst wenn Du deinen Glauben verlierst
erst, wenn ein Statist in deinem Film,
ein Detail im Arrangement
erstmalig
anders ist.
Das Trauma stört
und offenbart.
Jedesmal dann…
… gibt es eine Chance.

Die Chance, den Glauben zu verlieren.