Schattenarbeit

Schatten sind der Effekt von Dingen, die wir nicht sehen.
So, wie unsere Überzeugungen, Konzepte vom Leben und unsere Ängste.
Sie wirken auf unsere Wahrnehmung und unser Verhalten –
doch meist sind wir uns dessen nicht bewusst.

Wenn Du den Schatten siehst, siehst Du nicht seine reale Quelle – und umgekehrt.
Wenn ich bestimmte Urteile fälle – zum Beispiel aufgrund irgendeiner Erfahrung –
dann verhalte ich mich nach etwas, das jetzt NICHT real da ist.
Ich urteile nicht nach der Situation, in der ich mich gerade befinde
ich folge nicht meinem gegenwärtigen, inneren Impuls
sondern ich „deformiere“ die Realität mit meinen Interpretationen von der Vergangenheit.

Schatten haben keine eigene Realität – doch sie verdunkeln das, was jetzt da ist.
All die Überzeugungen an denen wir über die Zeit festhalten,
gründen letztlich in der Angst,
dem Hier und Jetzt so, wie wir jetzt gerade sind, nicht gewachsen zu sein.
Und so „verdunkeln“ wir unsere Klarsicht und Kraft mit Vor-Urteilen.
Jede Handlung, die unmittelbar und authentisch ist, ist kraftvoller und adäquater
als eine willkürliche, angstgetriebene und unbewusst gesteuerte Re—Aktion auf vergangene Ereignisse.

Daher ist der zentrale erste Schritt im Wdww-Prozess, diese „Schatten“ bewusst zu machen – und zu korrigieren. Das funktioniert nicht auf rein kognitiver Ebene – denn Konditionierungen, Traumata, Ängste und Urteile sind vor allem aus den subtileren Ebenen des Menschen heraus wirksam. Und so gipfelt die Schattenarbeit in einem mächtigen Ritual. (#Ritual)
Erst dann wird es möglich, dass Du deine gegenwärtige Kraft selbst ganz nutzen kannst – und dass Du auch von deinem Gegenüber so wahrgenommen wirst, wie Du jetzt gerade bist.
Hier beginnt Kraft.