Ökologie

Ökologie beschreibt in der Naturwissenschaft
die Beziehung der Lebewesen zueinander.
Ein Raum, in denen die Lebewesen einen dauerhaften Standort
für sich selbst finden, in Gemeinschaft mit anderen,
ist ein stabiles System.

In stabilen Ökosystemen finden sich durchaus auch
Schmarotzer und Räuber
sogenannte „unbelebte“ Lebewesen und konkurrierende Organismen.
Hier lehrt uns die Natur,
dass das menschliche Verständnis von „gut“ und schlecht“
als Bewertung für die Einzelnen an den Haaren herbeigezogen ist.

Mit Blick auf die fernöstlichen Philosophien
können wir auch hier lernen,
dass „stabile“ Systeme – oder gesunde oder dauerhaft lebendige –
als Ganzes erfasst werden müssen.
Und dass es nicht um „gut“ und „böse“ des Einzelnen geht
sondern um Balance,
um die Beziehung zueinander.

Ich wünschte,
wir würden diese nüchterne Art der Betrachtung
übertragen in unser tägliches Leben.
Wer Schmarotzer ist, der möge es doch bitte auch mit Überzeugung sein,
wer Räuber ist, auch dies –
nicht entschuldigend, nicht rechtfertigend, nicht beschönigend:
All diese unter den Menschen nicht gern Gesehenen
mögen sich selbst erkennen und erkennbar machen, 
dass ohne sie das Zahme, endlos Wachsende
alles überwucherte und erst die Beschneidung
zu Balance und Vielfalt führt.

Die Vielfalt wiederum
bringt Evolution hervor.