Vertrauen

Ein Mensch beginnt seinen Weg
mit unerschütterlichem Vertrauen
in sich selbst:
Sieh die Kinder, wie sie mit Volldampf ins Ungewisse wanken,
wie sie auf Bäume steigen, fallen und steigen,
wie sie ihre Wünsche formulieren und verfolgen.

Und dann sammeln sich die Erfahrungen
mit den Grenzen der anderen.
Und ein Verzagen entsteht,
ein Hunger und ein Gefühl der Ohnmacht.
Vertrauen in das Gegenüber ist ein langer Weg.
Keineswegs naturgegeben.
Keineswegs auf dem Weg verloren.
Vertrauen in das Gegenüber erfordert Reifung.

Es braucht das Erfahren und Lieben der Grenzen
zwischen „ich“ und „Du“.

Das Geheimnis des Vertrauens in einen anderen Menschen ist,
dass das Vertrauen in Dich selbst geläutert wird,
dass Du deine eigene Kraft kennst
und auch deine Grenzen.
Dass Du gelernt hast, beides in Balance zu leben
und zu zeigen.

Wenn dein Vertrauen in Dich selbst
in seinem natürlichen Raum
mit den erfahrenen Grenzen
frei schwingt,
dann bist Du verfügbar
als vertrauenswürdiger Mensch.

Und dann steht plötzlich ein anderer vor Dir,
der deine Grenzen sanft berührt
und deine Kraft zum Wachsen ruft.