Das Elfte Gebot

Spiritualität in einer Welt der Vielfalt und Aufgeklärtheit
ist hinausgewachsen über Glaubenskriege
und religiöse Hierarchien.

Mit der Reifung des menschlichen Kollektivs
ist ein lebendiger Glaube
Entwicklungsmerkmal des Einzelnen
in der verbundenen Weltengemeinschaft.

Und wenn Du nun erfahren hast,
Gott, Brahma, JHVE, Allah, „die Natur“
größer sind als Du
und vollkommen
und Du das Ganze lieben kannst
ohne es zu verstehen,
dann wird Ohnmacht zu Geborgenheit
und Ehrfurcht zu Vertrauen.

Seligkeit und Sünde
hängen schon immer und überall
von deiner inneren Haltung ab.
Die Gebote und Niyamas,
Gesetze und Sanktionen
taugen nicht für einen Menschen,
der erfahren hat, dass Seligkeit und Sünde
nichts anderes sind, als der selbst verantwortete
Frieden mit dem Leben.

Es ist der Glaube
und nicht das Wissen,
der dein Herz aufschliesst
und deine Seele bereit macht
für Frieden und Verwirklichung
in der höchstmöglichen Form des Menschseins.

Die Trennung zwischen Mensch und Gott
ich und Allein
ist ein Fakt, solange wir das Bewusstsein
von Individuen tragen.
Und so dient sie als Erinnerung,
dass es etwas Größeres gibt, als ein Mensch
erfassen und lenken kann.
So wird Liebe möglich.