YOGA

Die vedische Disziplin,
um zu Erleuchtung zu kommen
– oder ,in bescheidenerer Formulierung unserer Alltagssprache:
– zu dauerhaftem, inneren Frieden –
auch sie ist Opfer unseres modernen Konsumismus geworden.

Heerscharen frisch ausgebildeter „Yogalehrer“
selten mehr als fünf Jahre vertraut mit dem Wort selbst
„trainieren“ Männer und Frauen in adretter Aufmachung
mit Körper- und Meditationsübungen
ohne auch nur die geringste Absicht innerer Vervollkommnung.

Gut wäre es doch zu wissen,
dass im Entwicklungspfad des Raja Yoga
noch weit vor den Asanas (die Körperübungen, die hierzulande als Yoga bekannt sind)
die Yamas und Niyamas zu absolvieren sind.

Es sind dies moralische und ethische Regeln,
die dazu angetan sind,
überhaupt erst eine Haltung und soziale Situation einzunehmen,
die Frieden ermöglichen.

Doch wer von den Yogahorden hierzulande
weiß davon
– geschweige denn beherrscht diese
einfachen doch essentiellen Voraussetzungen
des Menschseins ?
Sie unterscheiden sich im Kern nicht
von den zehn Geboten, von den Regeln der Lichtkrieger, den buddhistischen Silas
oder von den viel beschriebenen „Tugenden“ anderer Kulturen.

Und der Weg des Firedens geht weiter.
Die Asanas (Körperübungen des Yoga) und Pranayamas (Atemkontrolle)
sind lediglich Vorübungen für vier weitere Etappen
der persönlichen Reinigung und Meisterschaft der inneren nund äußeren Verbundenheit.

Wer wissen will, lese bei Patanjali.