Dazugehören

Groß ist die Kraft der Gemeinschaft
vermag sie doch den Eindruck
von Austausch, Schutz, Verstärkung zu vermitteln.

Kostbar ist die Vertrautheit unter Gleichen
mag sich das Ich im Du doch
hoffnungsvoll vermehren.

Wie trügerisch sind unsere Hoffnungen,
wenn wir festhalten am „Dazugehören“,
sind unsere Sinne doch
auf den gemeinsamen Nenner
statt auf die Wahrheit gerichtet.

Willst Du Dich ausruhen in der Dynamik der Gemeinschaft,
willst für eine Zeit vergessen,
wer Du bist und welche Gaben
Dich zum Dienst befähigen,
dann sei willkommen und zahle den Preis des Dazugehörens.

Willst Du jedoch wachsen und schenken und dienen,
mit dem, was Du wirklich bist
statt mit dem Pfand für das Dazugehören,
verlasse den Schirm des „Wir“,
spar Dir all den Aufwand, all die Anstrengung
für die Illusion des starken „wir“
und steh für Dich.

Mitnichten wirst Du einsam sein.
Vielmehr aufrechter Wanderer
auf einem Weg mit Herz,
auf dem Begegnung in freier Kraft
das Wunder des „alles-mit-allem“ offenbart.