Wanderschaft

Auf der Wanderschaft
durch Gedanken, Gefühle,
Lebenslandschaften
entdecke ich das Leben, Dich und mich
immer wieder neu.
Regeln erschliessen sich,
Regeln erübrigen sich.
Du bist mir nah, Du bist mir fern.
Ich bin mir nah, ich bin mir fern.
Manches erscheint wie Wiederholung
und kann es im Konzept der Zeit doch nicht sein.
Manches erscheint wie Neuland
und kann es im Konzept des Raums doch nicht sein.
Auf den Gipfeln sehe ich ein Bild.
Das Bild kann mich mitreißen in Verzücken,
es kann ernüchtern oder zu neuen Wegen rufen.
In den Tälern setze ich Schritt vor Schritt
ungewiß, was der Weg wohl bringen mag.
Und in alldem bleibt doch
die immer wieder freie Wahl,
mich in Bezug zu setzen
– in Zeit, in Raum, in Herz und Sinn.